Wenn elektrische Bewegung einfach werden soll: Die Simplified Motion Series im Praxiseinsatz

Elektrische Automatisierung muss nicht kompliziert sein. Genau hier setzt die Simplified Motion Series von Festo an: Sie wurde für einfache Bewegungs- und Positionieraufgaben entwickelt und verbindet die vertraute Einfachheit pneumatischer Lösungen mit den Vorteilen elektrischer Antriebstechnik. Die Antriebe lassen sich ohne zusätzliche Software in Betrieb nehmen und sind standardmäßig sowohl mit digitalen I/O als auch mit IO-Link ausgestattet. Damit eignet sich das System besonders für Anwendungen, in denen eine elektrische Lösung gefragt ist, klassische Antriebstechnik aber oft zu aufwendig erscheint. 

Im folgenden Beitrag zeigt Henning Schmerberg, Vertriebsingenieur bei PPW, die Simplified Motion Series in drei aufeinander aufbauenden Videos: von der grundsätzlichen Einordnung über die Funktionsweise der Komponenten bis zur Frage, wo das System in der Produktion echten Nutzen stiftet.

Elektrische Alternative für einfache Bewegungsaufgaben

Der Schritt hin zur elektrischen Automatisierungstechnik benötigt neben umfangreichem Fachwissen auf dem Gebiet der Elektrik und Softwarekenntnissen auch ein vergleichsweise hohes Budget.

Was genau steckt hinter der Simplified Motion Series von Festo? Im ersten Teil gibt Henning Schmerberg einen kompakten Überblick über das System, seine Grundidee und die typischen Einsatzbereiche.

Video 1: Vorstellung des Systems

Im ersten Video geht es um die zentrale Idee hinter der Simplified Motion Series: elektrische Antriebe einfacher machen. Henning Schmerberg zeigt, warum dieses System vor allem dort interessant ist, wo bisher häufig pneumatische Lösungen eingesetzt wurden, aber die Vorteile elektrischer Automatisierung zunehmend wichtiger werden.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • besser reproduzierbare Bewegungen

  • mehr Transparenz im Prozess

  • einfachere Einbindung in moderne Steuerungs- und Kommunikationsstrukturen

  • ein reduzierter Inbetriebnahmeaufwand im Vergleich zu klassischen elektrischen Antriebssystemen

Festo beschreibt die Simplified Motion Series als integrierten Antrieb mit anwendungsoptimierter Kombination aus Mechanik, Motor und Antriebsregler. Ein externer Servoregler ist nicht notwendig. Genau das macht den Ansatz für viele Maschinenbauer und Produktionsbetriebe interessant: weniger Komplexität, weniger Schnittstellen, weniger Hürden beim Einstieg

Video 2: Funktionsweise der Komponenten

Im zweiten Video wird es technischer. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Simplified Motion Series aufgebaut ist und warum sie so einfach in Betrieb genommen werden kann.

Ein wesentlicher Punkt ist das Plug-and-work-Prinzip: Die Inbetriebnahme erfolgt ohne zusätzliche Software und ohne PC. Parameter wie Geschwindigkeit, Kraft, Endlagen oder Referenzpunkte werden direkt am Antrieb eingestellt. Die Anbindung an die Steuerung erfolgt über digitale I/O oder IO-Link, die bei den Produkten standardmäßig integriert sind. 

Gerade das ist in der Praxis spannend, weil dadurch zwei Welten zusammenkommen:

  • einfache Ansteuerung über digitale Signale

  • erweiterte Kommunikations- und Diagnosemöglichkeiten über IO-Link

Über IO-Link lassen sich laut Festo unter anderem Bewegungsparameter fern einstellen, Parameter sichern und auf identische Antriebe übertragen, Prozessdaten auslesen, Firmware-Updates einspielen und Zwischenpositionen definieren. Für viele Anwendungen ist das ein sehr guter Mittelweg: technisch deutlich flexibler als reine Pneumatik, aber erheblich zugänglicher als klassische elektrische Antriebssysteme

Im zweiten Teil zeigt Henning Schmerberg, wie die Komponenten aufgebaut sind, wie die Ansteuerung erfolgt und warum die Simplified Motion Series ohne klassischen Softwareaufwand auskommt.

Im dritten Teil geht es um die entscheidende Frage für die Praxis: Wo passt die Simplified Motion Series in der Produktion wirklich hin und für welche Aufgaben ist sie besonders interessant?

Video 3: Simplified Motion in Ihrer Produktion

Der dritte Teil ist aus meiner Sicht der wichtigste, weil hier die Perspektive von der Technik auf den konkreten Nutzen in der Produktion wechselt.

Die Simplified Motion Series ist überall dort interessant, wo einfache lineare oder rotative Bewegungen benötigt werden, aber eine pneumatische Lösung aus funktionalen oder digitalen Gründen nicht mehr ideal ist. Festo nennt typische Anwendungen wie Sortieren, Positionieren, Pressen, Transfer, Heben, Stoppen oder Verpacken. 

Für Produktionsverantwortliche ist dabei vor allem diese Frage relevant: Wann lohnt sich der Umstieg?

Die Antwort lautet meistens dann, wenn einfache Bewegungsaufgaben elektrisch gelöst werden sollen, ohne gleich die volle Komplexität klassischer Servo-Technik in Kauf zu nehmen.

Typische Vorteile in der Praxis sind:

  • einfache und schnelle Inbetriebnahme

  • reproduzierbare Bewegungsabläufe

  • weniger mechanische Zusatzlösungen

  • bessere Einbindung in digitale Strukturen

  • ein klarer, beherrschbarer Einstieg in elektrische Automatisierung

Genau diesen Praxisbezug greift Henning Schmerberg im dritten Video auf und ordnet das System mit Blick auf reale Anforderungen in der Produktion ein.

Fazit

Die Simplified Motion Series von Festo ist keine Lösung für jede Automatisierungsaufgabe. Genau das ist ihre Stärke. Sie wurde für einfache elektrische Bewegungen entwickelt und schließt damit die Lücke zwischen klassischer Pneumatik und komplexer elektrischer Antriebstechnik. Durch den softwarefreien Ansatz, die integrierte Antriebstechnik und die standardmäßige Ausstattung mit DIO und IO-Link bietet sie einen pragmatischen Zugang zur elektrischen Automatisierung. 

Die drei Videos mit Henning Schmerberg zeigen diesen Ansatz in einer sinnvollen Reihenfolge:

vom Systemverständnis, über die technische Funktionsweise, bis hin zur praktischen Einordnung für den Einsatz in der Produktion.

Wer einfache Bewegungsaufgaben elektrisch lösen möchte, ohne sich bewusst zusätzliche Komplexität ins Haus zu holen, sollte sich dieses System genauer ansehen.

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